Asien
Nepal presst auf weniger als zweihundert Kilometern Breite eines der extremsten Höhengefälle der Erde zusammen: von den subtropischen Ebenen des Terai, wenig mehr als sechzig Meter über dem Meeresspiegel, bis zum Everest auf fast achttausendneunhundert. Diese Abfolge reiht Salbaumwälder und Elefantengrasfluren im Süden, Rhododendren- und Eichenwälder in der mittleren Lage, Nadel- und Birkenwälder im Hochgebirge und schließlich Felsen, Gletscher und ewigen Schnee aneinander. Im Terai beherbergen Chitwan und Bardia Panzernashörner, Tiger, Elefanten und Gangesgaviale; in den Höhen leben Schneeleopard, Kleiner Panda und Blauschaf. Das Land hat auf ein Modell gemeinschaftlicher Wälder gesetzt, das die Entwaldung in weiten Teilen des Landes umgekehrt hat.
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In den Neunzigerjahren brachen die Geier Südasiens beispiellos schnell ein: Mehr als fünfundneunzig Prozent verschwanden in wenig mehr als einem Jahrzehnt, weil ein dem Vieh verabreichter tierärztlicher Entzündungshemmer ihnen beim Fressen der verendeten Tiere Nierenversagen verursachte. Nepal verbot das Medikament und richtete Geierrestaurants ein, Futterplätze, an denen ausschließlich medikamentenfreie Kadaver angeboten werden, und seine Bestände haben begonnen sich zu erholen.
Nepal hat seinen Tigerbestand in wenig mehr als einem Jahrzehnt beinahe verdreifacht, von wenig mehr als hundert auf rund dreihundertfünfzig Tiere, und mehrere Jahre in Folge keine Nashornwilderei verzeichnet. Die gemeinschaftliche Waldbewirtschaftung ist sein wichtigstes Naturschutzwerkzeug.
Chitwan und Bardia zwischen Februar und Mai für Nashörner und Tiger. Annapurna und Langtang im Frühjahr für blühende Rhododendren und Bergvögel. Die Höhen des Dolpo im Winter für den Schneeleoparden.
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146 Arten gefunden
Auf Grundlage dessen, was wir über Nepal wissen.