Ein kahles Karrenfeld aus Kalkstein, auf dem arktische, alpine und mediterrane Pflanzen in denselben Spalten nebeneinander wachsen.
Fläche
15 km²
Ausgewiesen
1991
Region
Westeuropa
Kalkkarren mit arktisch-alpiner und mediterraner Flora nebeneinander
Der Nationalpark Burren wurde 1991 in der Grafschaft Clare im Westen Irlands eingerichtet und ist mit rund 15 km² einer der kleinsten Nationalparks des Landes. Er schützt einen Teil der weit ausgedehnteren Region Burren.
Die Landschaft ist von überraschender Kahlheit: Flächen nackten karbonischen Kalksteins, vom Eis geglättet und danach vom Regen zu einem Karrenfeld aus Blöcken aufgelöst, die durch tiefe Spalten getrennt sind, die Grikes. Es gibt kaum Boden, keine Bäume und keine oberirdischen Wasserläufe, denn alles versickert in einem weit entwickelten Karst mit Höhlen und unterirdischen Flüssen.
Auf dieser scheinbaren Unfruchtbarkeit wächst eine der eigentümlichsten Floren Europas. In den Spalten, vor dem Wind geschützt und mit beständigem Kleinklima, bestehen arktische und alpine Arten wie der Frühlings-Enzian neben mediterranen Pflanzen wie dem Sonnenröschen, dazu zahlreiche Orchideen – eine Verbindung, die es an keinem anderen Ort des Kontinents gibt und die sich aus der Milde des ozeanischen Klimas und der besonderen nacheiszeitlichen Geschichte der Gegend erklärt. Die traditionelle Winterweide, bei der das Vieh im Winter statt im Sommer in die Höhen zieht, ist es, was diesen Lebensraum offen hält, und ihre Aufgabe ist die wichtigste Bedrohung. Der Burren bewahrt zudem eine außergewöhnliche Dichte megalithischer Denkmäler und Ringforts.
Außerdem werden 2 Tauchplätze im Umkreis von 300 km angezeigt.
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Gemäßigt
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